
Rund um’s Hören drehen sich die neun Texte junger ostwestfälischer Autor*innen, die sich beim hörlich-Literaturwettbewerb durchgesetzt haben. Der Wettbewerb war Teil des 10. art/science-Festivals zum Thema hören des Zentrums für Ästhetik der Universität Bielefeld. In (auch lyrischer) Prosa machen die Autor*innen mal laut, mal leise, insgesamt auf vielfältige Weise lesbar, was sich hören lässt oder ungehört bleibt. Es geht um süßes Verhören und gefährliches Lauschen, um Verstehen und Nichtverstehen, um unsägliche Kleinigkeiten, übertönte Erinnerung, spielende Töne, klingende Stille und feines Geräusch. Es plingt und pocht, es knallt, knistert und knurrt, es brummt, fiept, winselt, zwitschert, singt, schnaubt, murmelt, zischt, gurgelt, klirrt, schrillt, rauscht und lärmt, es tickt und tackt, es tropft im Takt, hat Ohren oder einen an der Waffel, es schreit, schweigt oder schreibt sich frei; es wird wild, verliert die Stimme und findet Sprache. Mit Texten von Larissa Florio, Lisa Franzbäcker, Jessica Lanert, Ronja Post, Lena Heckel Salomon, Anja Sinzenich, Kevin Sommer, Jan Stemmler und Mio Wloka.