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23.01.2020

DIALOGE - eine Reihe der Literarischen Gesellschaft Köln & der Literarischen Gesellschaft Ruhr / Essen: Yoko Tawada "Sendbo-o-te", Moderation Ulrike Janssen

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Literarische Gesellschaft Köln. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW
Ort
Der andere Buchladen Sülz /Uni
Adresse
Weyertal 32, 50937 Köln
Tel: 0221 416325
Anfahrt: KVB Linie 9, Haltestelle Weyertal
Datum
23.01.2020
Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Karten an der Abendkasse 10,- Euro, ermäßigt 7,- Euro, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.
Beschreibung

“Keine Dystopie, aber auch kein aufmunternder Durchhalteroman. Eine Erzählung über das Leben unter dem Aspekt seiner Unentrinnbarkeit. Ein existentialistischer Roman ohne Pathos.” Peter Pörtner”

Nach der Katastrophe hat Japan alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Yoshiro stellt sich manchmal vor zu reisen. Aber selbst wenn er es könnte, würde er nicht verreisen, denn er kümmert sich mit großer Liebe um seinen Urenkel Mumey. Alle Kinder in der Zeit werden krank geboren, zugleich sind sie weise und fröhlich, ein Hoffnungsschimmer, aber ihr Leben hängt am seidenen Faden. Nur die Uralten leben immer länger. Yoshiro, einer dieser „alten Alten“, war als Student mit einer Frau aus Deutschland befreundet. Manchmal fragt er sich, ob sich die Umwelt dort auch so verändert hat wie in Japan. Wie es deren Urenkeln geht.
Als der Alltag schwieriger wird, versucht eine geheime Organisation, ausgewählte Kinder als „Sendboten“ ins Ausland zu schmuggeln, zu Forschungszwecken. Die Auswirkungen sind nur in kleinen Details zu spüren, die beim Lesen erst nach und nach, dafür umso eindringlicher, ins Bewusstsein sickern – erzählt in der leichten, glasklaren Sprache Yoko Tawadas.
Es schimmern viele andere Geschichten durch: wie Japaner und wie Europäer mit Katastrophen umgehen, „japanische Psyche“, Historisches … Geschichten und Bewegungen laufen parallel, queren sich, kommen zusammen, steuern auf das Ende zu.
Yoko Tawada, geb. 1960 in Tokyo, lebt in Berlin. Schriftstellerin; schreibt in deutscher und japanischer Sprache. Buchveröffentlichungen, zuletzt: Etüden im Schnee, akzentfrei, Ein Balkonplatz für flüchtige Abende und Sendbo-o-te.

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Händler_photo© Foto Fischer

12.02.2020

DIALOGE - eine Reihe der Literarischen Gesellschaft Köln & der Literarischen Gesellschaft Ruhr / Essen: Ernst Wilhelm Händler: Das Geld spricht Moderation: Hermann Wallmann

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Literarische Gesellschaft Köln. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW
Ort
Der andere Buchladen Sülz /Uni
Adresse
Weyertal 32, 50937 Köln Tel: 0221 416325
Anfahrt: KVB Linie 9, Haltestelle Weyertal
Datum
12.02.2020
Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Karten an der Abendkasse 10,– €, ermäßigt 7,– €, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.
Beschreibung

Ich bin die erfolgreichste Sprache, die es gibt: Das Geld

Ein erfolgreicher Tech-Gründer möchte 500 Millionen Dollar aus seinem Börsengang anlegen
und beauftragt damit einen Frankfurter Banker. Wem soll dieser die enorme Summe anvertrauen?
Dem Hedgefonds eines Mathematikers, der gemeinsam mit seinem veschwundenen
Bruder hochkomplizierte Modelle entwickelt hat? Einem Selfmademan, der die Zeit anhalten
möchte? Oder einer intuitiven und kapriziösen Düsseldorfer Fondsmanagerin? Die Rede ist
von Sehnsuchtsorten in den Hamptons, von junger chinesischer Kunst und von Frankfurter
Tabledance-Bars. Aber vor allem von Menschen, die an die Grenzen ihrer Fähigkeiten und
ihrer Gefühle gehen.
Das Geld selbst erzählt. Es strotzt vor Selbstbewusstsein und fühlt sich zugleich unverstanden
und gekränkt. Aber es weiß, dass „Finance“ mehr mit Ideen, Träumen, Poesie und Kunst zu
tun hat als mit Wirtschaftswissenschaft.

Der Kapitalismus dringt ins Innerste der Menschen vor: Wenn mich das nicht bedrücken
würde, wäre ich nicht Schriftsteller geworden.

Ernst-Wilhelm Händler, geb. 1953, lebt in Regensburg und München. Unternehmer und
Schriftsteller, Autor der Romane München, Der Überlebende, Welt aus Glas, Die Frau des
Schriftstellers, Wenn wir sterben, Sturm, Fall und Kongress sowie des Erzählungsbandes
Stadt mit Häusern. Mit Versuch über den Roman als Erkenntnisinstrument hat Händler eine
eigene Kulturtheorie vorgelegt, die selbst Züge eines Kunstwerks trägt. Darüber hinaus
schreibt er Essays über ökonomische, gesellschaftliche und künstlerische Themen.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW

Die nächsten Termine der DIALOGE:
Teresa Präauer: Tier werden, Moderation: Norbert Wehr, 19.11. 2019
Thomas Meinecke über Geschlechterfragen im Gespräch mit der Musikerin Viola Klein, 5.12.2019
Yoko Tawada: Sendbo-o-te, Moderation: Ulrike Janssen, 23.01.2020
www.literarische-gesellschaft-koeln.de
Beginn jeweils um !9.30 im: Der andere Buchladen, Weyertal 32, Köln-Sülz

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