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Autor
Turaschwili, Dato

Westflug

Untertitel
Roman. Aus dem Geogischen von Anastasia Kamarauli
Beschreibung

Am 18. November 1983 misslingt der Versuch junger Leute, eine Aeroflotmaschine auf ihrem Weg von Tbilisi (Tiflis) nach Leningrad in die Türkei umzuleiten und endet auf grausame Weise. Ob die Entführer oder die mit aller Härte eingreifende KGB-Einheit die Verantwortung für die vielen Toten bei der anschließenden Erstürmung der Maschine tragen, wird in Georgien bis heute kontrovers diskutiert. Die Todesstrafe für die gescheiterten Freiheitssucher und
für den vollkommen unschuldigen, als Anführer stigmatisierten Beichtvater hat die georgische Gesellschaft nachhaltig traumatisiert. Es herrschte ein jahrzehntelanges Schweigen zu diesem zentralen Ereignis, obwohl alle Georgier das traurige Schicksal der Entführer kannten und viele sich mit ihnen identifizierten. Erst Dato Turaschwili, einer der bedeutendsten Schriftsteller Georgiens und Sprachrohr seiner Generation, brachte die Geschichte wieder ans Licht. Mit diesem Dokumentarroman brach er das Tabu
und ebnete den Weg für eine längst überfällige Aufarbeitung. Der Fall bewegt noch heute auch dank eines international bekannten Films die Öffentlichkeit.
(Klappentext)

Verlag
Wagenbach, 2014
Format
Kartoniert
Seiten
176 Seiten
ISBN/EAN
978-3-8031-2728-0
Preis
9,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Dawit Turaschwili studierte Philologie und Kunstwissenschaft an der Staatlichen Universität Tiflis, in Maastricht und London. 1988 und 1989 war er einer der Anführer von Studentenprotesten am David-Goredscha-Kloster im östlichen Georgien. Heute arbeitet er als Dozent für moderne Literatur an der Universität in Tiflis. Turaschwili ist politisch und sozial engagiert. Er beteiligte sich u.a. an der Rosenrevolution, die zum Rücktritt Präsident Schewardnadses führte.