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Autor
Taylor, Thomas

Malamander

Untertitel
Die Geheimnisse von Eerie-On-Sea. Aus dem Englischen von Claudia Max. Sprecher: Peter Kaempfe. Ab 9 Jahre
Beschreibung

Der Malamander ist nichts für schwache Nerven – zumindest, wenn man so um die 10 ist. Aber wer Harry Potter schon hinter sich hat, den mag das Seeungeheuer nicht schrecken, das hier sein Unwesen treibt. Oder ist es doch nur eine Geschichte wie die von Loch Ness, und das Seeungeheuer gibt es gar nicht?
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Igel Records, 2021
Format
4 Audio CDs Laufzeit: 400 Min.
Seiten
0 Seiten
ISBN/EAN
978-3-7313-1286-4
Preis
20,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Autor
Geboren in Norwich, wuchs Thomas Taylor an der Küste Wales auf. Schon seitdem er denken kann, ist Zeichen ein Teil seines Lebens. Nach seinem Studium an der Kunstakademie illustrierte er zunächst Bücher und entwarf unter anderem das englische Cover zu J.K. Rowlings “Harry Potter und der Stein der Weisen”. Jetzt schreibt er eigene Bücher und lebt mit seiner Familie in England.

Sprecher
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie “Pompoffel” in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der hr-2 Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.

Zum Buch:

Der Malamander ist nichts für schwache Nerven – zumindest, wenn man so um die 10 ist. Aber wer Harry Potter schon hinter sich hat, den mag das Seeungeheuer nicht schrecken, das hier sein Unwesen treibt. Oder ist es doch nur eine Geschichte wie die von Loch Ness, und das Seeungeheuer gibt es gar nicht?

Eigentlich ist Eerie-on-Sea ein ganz normales und herrliches Seebad mit Strand und Eiscreme, Liegestühlen und Pommes und einem wunderbaren alten Hotelkasten: dem Grand Nautilus Hotel. Ein Hotel mit einem Liftboy und einem Portier, der Hotelbesitzerin Lady Kraken – die in der Jules Verne Suite wohnt –, einem Hoteldirektor Mr. Mollusc und: einem Sachenfinder, Herbie Lemon. Herbie Lemon wird schon auf den ersten Seiten des Romans von Violet Parma, einem zwölfjährigen Mädchen, aufgesucht. Sie wählt den Weg durchs Fenster, trägt einen dicken Pullover und eine Pudelmütze. Es ist Winter und unangenehm kalt in Eerie-on-Sea. Violet Parma ist nicht auf der Suche nach einer verlorenen Socke, einer verlorenen Mütze oder einem vermissten Koffer, nein, Violet Parma sucht ihre Eltern.

Hotels sind voller Geschichten, und eine davon handelt von einem Baby, das vor zwölf Jahren mutterseelenallein in Zimmer 407 zurückgelassen wurde. Ist das Baby von damals die Violet Parma von heute? Und warum sind ihre Eltern überhaupt spurlos verschwunden? Herbie beginnt, Violet bei ihrer Suche zu helfen, aber nicht alle Einwohner des schmucken Städtchens Eerie-on-Sea sind davon begeistert, und außerdem gibt es eine Menge seltsamer Orte. Etwa den so unheimlichen wie anziehenden Bücherladen von Jenny Hanniver, in dem die Bücher dauernd ihren Platz wechseln. Ein seltsamer mechanischer Meeraffe händigt dem Besucher nicht das Buch aus, das er möchte oder das er sich gerade noch so leisten kann. Nein, er überreicht ihm ein regelrechtes Buchrezept: „hier wählt das Buch dich“. Violet Parma bekommt den Malamander von Kapitän K. zugeteilt, die tragische Geschichte des Kapitän K. und seines Kampfes mit dem Monster. Neben dieser Bücherapotheke und dem Grand Nautilus gibt es aber noch einen dritten wichtigen Ort der Geschichte: weit draußen auf dem Pier liegt Seegols Diner mit seinen leckeren Fish-‚n’-Chips, eine Zwischenwelt zwischen Festland und Meer. Und dauernd taucht der undurchsichtige Autor Sebastian Eels auf. Steckt er mit Hakenhand, der Violet Parma verfolgt, unter einer Decke?

Voller unerwarteter Wendungen, gruselig spannend und bildreich geschrieben, haben wir endlich mal wieder einen phantastischen Abenteuerroman in Händen, den man heimlich nachts unter der Bettdecke lesen möchte … Es kann ruhig richtig kalt werden!

Ines Lauffer, autorenbuchhandlung marx & co, Frankfurt