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Autor
Scheck, Raffael

Hitlers afrikanische Opfer

Untertitel
Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen französischen Soldaten. Aus dem Englischen von Georg Felix Harsch
Beschreibung

Mit der Geschichte der „Tirailleurs Sénégalais“, der schwarzen französischen Soldaten, wird in dieser Studie zum ersten Mal ein bisher völlig unbeachtetes Kapitel des Zweiten Weltkriegs aufgeschlagen. Ein Standardwerk ist dabei entstanden.

Verlag
Assoziation A, 2009
Format
Gebunden
Seiten
200 Seiten
ISBN/EAN
978-3-935936-69-9
Preis
20,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Raffael Scheck, geboren 1960 in Freiburg im Breisgau, studierte an der Universität Zürich und der Brandeis University in Waltham, Massachusetts. Habilitation an der Universität Basel. Er ist Professor für Europäische Geschichte der Neuesten Zeit am Colby Collage in Waterville, Maine.

Zum Buch:

Der Krieg ist aus, die Aufarbeitung hat unlängst begonnen, da meldet sich Ende 1945 ein ehemaliger Anführer der französischen Résistance mit der Behauptung, er sei einige Jahre zuvor Augenzeuge eines Massakers an schwarzen Gefangenen gewesen, allesamt Angehörige der „Tirailleurs Sénégalais“, von denen Tausende in den französischen Kolonien rekrutiert und etwa die Hälfte ins Feld geschmissen wurden. Den Befehl zur Erschießung der zum Teil schwer verletzten Soldaten gaben zwei Wehrmachtsoffiziere.  

Kein Einzelfall, wie der Professor für Europäische Geschichte, Raffael Scheck, in seiner Studie „Hitlers afrikanische Opfer“ anhand von ausgewerteten Kriegstagebüchern, Gefechtsberichten, Feldpostbriefen und Augenzeugenberichten von Soldaten und Zivilisten darlegt. Man gab den schwarzen Soldaten kein Essen, verwehrte ihnen jegliche medizinische Hilfe. Sie wurden für Experimente missbraucht. Hingemetzelt. Selbst nachdem die Kampfhandlungen offiziell als beendet galten, kam es noch zu Massakern. Auch wurden französische Offiziere, weiße französische Offiziere, allein deshalb exekutiert, weil sie „Wilde“ unter ihrem Kommando befehligten und für diese einstanden. Der Autor greift hier ein Thema auf, das in der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs bisher völlig unbeachtet blieb. Ein bemerkenswert gut geschriebenes, wichtiges Buch ist dabei entstanden.   Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln