
Mit dem Aufkommen der Industrialisierung und der Globalisierung wurde es für Schneiderinnen und Schneider in Österreich zunehmend schwierig, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Große Bekleidungsketten und Modehäuser begannen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, um von niedrigeren Produktionskosten zu profitieren. Maßgeschneiderte Kleidung geriet mehr und mehr in den Hintergrund, da die meisten Menschen begannen, günstigere, aber oft auch qualitativ minderwertigere Massenware zu kaufen. Viele kleine Schneidereibetriebe mussten schließen, da sie mit den Preisen und der Produktionseffizienz der Großkonzerne nicht mithalten konnten.