
Was haben die W�rter Gl�ck, Liebhaber, M�glichkeit, Idee und Tradition gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, bei n�herer Betrachtung jedoch erkennt das geschulte Auge, dass sie zu einer kleinen Gruppe von Substantiven geh�ren, die ein infinites Verb zulassen. Woher aber wei� ein Sprecher, bei welchem Wort das m�glich ist und bei welchem nicht? Sind diese Informationen etwa in seinem �mentalen Lexikon� abgespeichert? Und verhalten sich solche Substantive und Verben im Satzgef�ge gleich allen anderen ihrer Wortart oder gibt es Abweichungen innerhalb dieser Regelm��igkeiten? Die russische Sprache erlaubt eine mehr oder weniger freie Wortstellung. Gilt das auch f�r die betreffenden sprachlichen Einheiten oder unterliegen sie anderen, strengeren Regeln? Mithilfe elektronisch verf�gbarer literarischer und publizistischer Texte der modernen russischen Sprache sowie Befragungen russischer Muttersprachler geht Valeria Kr�ger diesen und anderen Fragen nach und untersucht dabei unter verschiedenen Gesichtspunkten solche Wortgruppen aus Substantiv + Infinitiv auf Grundlage der Generativen Grammatik. Ein exemplarisches Untersuchungsfeld besch�ftigt sich mit dem Aufbau der abh�ngigen Infinitivkonstruktion, deren Aspektgebrauch, Wortstellung, Valenzeigenschaften, Negationsverhalten und anderer Konstituenten dieser Wortgruppen. S�mtliche dabei angef�hrten Beispiele sind mit einer literarischen sowie einer w�rtlichen deutschen �bersetzung versehen und somit auch f�r Nichtslawisten und Laien gut lesbar und verst�ndlich.