
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Zehntausende Zivilistinnen und Zivilisten deutscher Herkunft aus den Ländern Südosteuropas zu mehrjähriger Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Der vorliegende Band ist eine Grundlagenforschung, die diesen Vorgang auf dem Territorium des heutigen Ungarns untersucht. Dabei geht die Autorin bisher unbeantworteten Fragen nach: Wann wurden wo wie viele Personen verschleppt? Welche Personenkreise wirkten bei der Auswahl der Betroffenen mit? Die aktive Beteiligung der ungarischen Behörden an der Deportation als Antwort auf die deutsch-ungarischen ethnisch-politischen Konflikte der Zwischenkriegszeit blieb aus der bisherigen Forschung gänzlich ausgeblendet. Zur Printausgabe