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Der Nahost-Komplex

Autor
Amiri, Natalie

Der Nahost-Komplex

Untertitel
Von Menschen, Träumen und Zerstörung
Beschreibung

Eindringlicher, kenntnisreicher, empathischer ist die komplexe Lage im Nahen Osten nie beschrieben worden

Wenn man versucht, die Geschichte des Nahen Ostens zu verstehen, ist es, als würde man die Züge eines Schachspiels verfolgen – jedoch auf vielen Schachbrettern gleichzeitig. Jeder Zug auf dem einen Brett löst Bewegungen auf den anderen aus. Der 7. Oktober hat das vernetzte Spiel im Nahen und Mittleren Osten noch einmal in eine neue Phase katapultiert: Inzwischen ist die Hamas keine Gefahr mehr, die Hisbollah im Libanon massiv geschwächt, die Islamische Republik Iran hat ihren Verbündeten in Damaskus verloren, die Bevölkerung begehrt abermals und vielleicht entscheidend auf gegen das Regime. Die gesamte Region kann sich in Richtung Frieden bewegen – oder ein einziger falscher Zug lässt alles in sich zusammenbrechen.

Natalie Amiri hat auf ihren Reisen unter anderem mit Frauen aus Gaza gesprochen, mit Angehörigen entführter Geiseln und den kurdischen Kämpferinnen in Rojava. Ihr Buch bietet keine einfachen Antworten. Es ist ein Mosaik aus Stimmen, Ängsten, Hoffnungen und Widersprüchen. Aus Geschichten, die zeigen, wie eng alles miteinander verknüpft ist – und dass wir nur verstehen können, wenn wir die Komplexität aushalten.

„Empathisch. Differenziert. Faktenreich.“ Dunja Hayali
Verlag
Penguin, 2025
Seiten
416
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-328-60452-5
Preis
25,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Zwischen Perserteppichen und Bio-Gemüse wuchs Natalie Amiri, 1978 geboren, im gutbürgerlichen München auf. Die Tochter einer Deutschen und eines Iraners studierte Diplom-Orientalistik und Islamwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) führte sie an die Universitäten von Teheran und Damaskus. Seit 2011 vertritt sie die Korrespondenten in den ARD-Studios des BR, unter anderem in Istanbul, Athen und Rom. Seit 2014 moderiert sie den “ARD-Weltspiegel” aus München sowie das BR-Europa-Magazin “Euroblick”. Ab 2015 leitete Natalie Amiri das ARD-Büro in Teheran. Im Mai 2020 wurde sie vom Auswärtigen Amt gewarnt, aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einzureisen und musste daher die Leitung des Teheraner Fernsehstudios abgeben. Sie wurde im Mai 2022 vom “medium magazin” zur Journalistin des Jahres gekürt (Platz 1 in der Kategorie “Politik”) Bei Aufbau erschien zuletzt Afghanistan. Unbesiegter Verlierer (2022).