Drucken

Niemals ohne sie

Autor
Saucier, Jocelyne

Niemals ohne sie

Untertitel
Roman. Aus dem Französischen von Sonja Finck und Frank Weigand
Beschreibung

21 Kinder in einer Familie! Jedes der Kinder hat seinen ganz eigenen Platz im Herzen der Mutter. Der Vater entdeckt Zinkvorkommen in der Nähe eines kanadischen Dorfes, wird aber von der Bergbaugesellschaft um den Lohn betrogen. Ohne eine Spur von Angst kämpfen die Kinder der Familie Cardinal um das, was dem Vater und ihnen allen zusteht.

Ein unglaublich dichter Roman, in dem sich die Erinnerungen der Kinder übereinanderlegen und das Unsagbare zutage fördern.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Insel Verlag, 2019
Seiten
255
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-458-17800-2
Preis
20,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der Provinz New Brunswick, lebt heute in einem abgeschiedenen Zehn-Seelen-Ort im nördlichen Québec. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wird derzeit verfilmt.

Zum Buch:

21 Kinder in einer Familie! Jedes der Kinder hat seinen ganz eigenen Platz im Herzen der Mutter. Der Vater entdeckt Zinkvorkommen in der Nähe eines kanadischen Dorfes, wird aber von der Bergbaugesellschaft um den Lohn betrogen. Ohne eine Spur von Angst kämpfen die Kinder der Familie Cardinal um das, was dem Vater und ihnen allen zusteht. Doch dann geraten die heimlichen Pläne der eigensinnigen Kinder durcheinander, und von diesem Moment an schweißen das Schicksal, ein Unglück und das Schweigen den Clan noch fester zusammen. Ein unglaublich dichter Roman, in dem sich die Erinnerungen der Kinder übereinanderlegen und das Unsagbare zutage fördern.

In der Nacht, wenn alle schlafen und die Mutter ihre Arbeit in der Küche beendet hat, geht sie im Haus zwischen den Schlafzimmern umher und setzt sich bei jedem ihrer Kinder noch einen Moment ans Bett: Bei Moritz, dem Jüngsten mit dem Spitznamen Max, der mit Hilfe einer Geburtszange zur Welt kam und das Nesthäkchen der Familie war; bei Émilienne, genannt Jeanne d’Arc, der ältesten Tochter, die die Wäsche – und so einiges mehr – organisierte; bei Tommy, eigentlich Carmelle, der Zwillingsschwester von Angèle, um deren Verschwinden sich der ganze Roman dreht; bei Lucien, genannt El Toro, der später Journalist wird und keine Ruhe gibt, bis er herausgefunden hat, was wirklich geschah; bei Emilien, dem Ältesten, der den Vater auf seinen Erkundungsgängen und der Suche nach Edelmetallen begleitete; bei Geronimo, der die Horde von Geschwistern immer wieder zu Brandstiftungen und ähnlich gefährlichen Aktionen anstiftete.

Diese sechs inzwischen Erwachsenen kommen zu Wort und graben ihre Erinnerungen aus, als die Familie sich – fast vollständig – bei einem Erzsucherkongress wiedersieht. Sauciers Figuren sind, wie schon in Ein Leben mehr, auch in ihrem neuen Roman absolute Originale, freiheitsliebende Menschen, bedingungslos Überzeugte oder Zweifler, aber immer ganz und gar dem eigenen Blick verhaftet. Eine großartige und großartig erzählte Geschichte!

Susanne Rikl, München